Ivo Pogorelich

Klavier

PROGRAMM

Franz Liszt (1811 - 1886)
"Dante-Sonate"

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Robert Schumann (1810 - 1856)
Fantasie C-Dur op. 17

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Igor Strawinsky(1882 - 1971)
"Petruschka" - Drei Sätze für Klavier

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Johannes Brahms (1833 - 1897)
Variationen über ein Thema von Paganini op. 35

Was hat man diesem Star der Pianistenzunft nicht schon alles nachgesagt? Er sei eine Gestalt wie aus einem Drama von Oscar Wilde, ein Dandy, ein exzentrischer Provokateur, unberechenbar. Skandalumwittert war schon sein Karrierestart beim Chopin-Wettbewerb in Warschau 1980. Konservative Juroren hinderten ihn am Weiterkommen. Die Mitjurorin Martha Argerich tobte vor Wut, nannte ihn ein „Genie” und reiste wutentbrannt ab. Der Wettbewerb hatte seinen weltweit beachteten Skandal und Pogorelich war quasi über Nacht in aller Munde und startete raketengleich in eine Karriere als pianistische Ausnahmeerscheinung.  

Heiß oder kalt – Eine lauwarme Mittelposition gibt es bei Pogorelich nicht. Für Diskussionsstoff ist gesorgt, denn auch bekannteste Werke werden von ihm in radikaler, ja fast existentieller Konsequenz neu durchdacht. So sind seine Abende immer zum Bersten spannend, faszinierend gerade dort, wo er – immer auf allerhöchstem pianistischen Niveau –  gewohnte Grenzen durchbricht und in neue Sphären von Ausdruck und Intensität vorstößt. Die „New York Times” brachte es auf den Punkt: „Er spielt, als sei er seiner Zeit um 200 Jahre voraus.” Ivo Pogorelich ist ein Erlebnis.