Orchestre Philharmonique de Strasbourg

Nobu Tsujii Klavier
Marko Letonja 
Dirigent

Seit er mit 20 den Van-Cliburn-Wettbewerb in den USA gewann musiziert Nobu – wie ihn alle nennen – mit Stardirigenten wie Valery Gergiev, er spielt an den Brennpunkten des Musiklebens von der Berliner Philharmonie über die New Yorker Carnegie Hall bis zur Londoner Royal Albert Hall, in der er bei den „Proms“ mit „noch nie da gewesener Begeisterung“ (Observer) gefeiert wurde. 

Doch bei Nobu ist etwas anders. Er ist seit seiner Geburt blind. Zwei Jahre lang hat US-Filmemacher Peter Rosen Nobu für seinen Film „Touching the Sound – Die unwahrscheinliche Reise von Nobuyuki Tsujii“ begleitet und seine berührende Lebensgeschichte erzählt. Alles begann mit „Jingle Bells“. Seine Mutter sang das Lied und der Zweijährige spielte es auf einem Spielzeugklavier einfach nach. Mit vier bekommt er Klavierunterricht, mit sieben gewinnt er seinen ersten Wettbewerb und steht mit zehn erstmals in Osaka auf der Bühne. Anfangs arbeitet Nobu mit Blindenschrift: Die eine Hand ertastet die Notierung, die andere spielt die Töne. Bald entscheidet sich Nobu aber für seine eigene Technik: Die Musik wird getrennt für die linke und rechte Hand aufgenommen, er lernt beide Teile und setzt sie dann wieder zusammen. Alles also nur nach Gehör! Wie er es schaffe mit Orchester zu spielen ohne den Dirigenten zu sehen – für Zuschauer ein Wunder – erklärt Nobu ganz beiläufig: „Ich spüre ihn atmen“. Jetzt ist er mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg zu erleben. Namhafte Dirigenten sowie Auftritte bei renommierten Festivals, u.a. in Granada, Ascona, London und Aix-en-Provence, brachten dem Orchester höchste internationale Anerkennung.

Hector Berlioz (1803 - 1869)

Konzertouvertüre "Le Corsaire" op. 21


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Edvard Grieg (1843 - 1907)

Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16

*** PAUSE ***

Antonín Dvorák (1841 - 1904)
Sinfonie Nr. 9 e-Moll "Aus der Neuen Welt"